Fla-Raketenabteilung 134 in Steffenshagen

FRA134 1
FRA134 2
FRA134 3
FRA134 4
FRA134 5
FRA134 6
FRA134 7
FRA134 8
FRA134 9
FRA134 10
FRA134 11
FRA134 12
FRA134 13
FRA134 14
FRA134 15
FRA134 16
FRA134 17
FRA134 18
FRA134 19
FRA134 20
FRA134 21
FRA134 22

Die Flugabwehrraketenabteilung 134 (FRA 134) gehörte zum Fla-Raketenregiment 13 (Etgar André), innerhalb der 3. Luftverteidigungsdivision des Kommandos LSK/LV der NVA der DDR.
Die geografischen Koordinaten sind 53°11'56 N / 12°08'54 E.

Der Autor leistete in dieser Abteilung seinen Wehrdienst im Zeitraum 07/1987 bis 08/1988, nach dem er zuvor viele Monate in der FRA 132 des selben Regimentes stationiert war. Seine Funktion war die des Stationsleiters der Funkmeßstation P18 zur Flugaufklärung.

Die Zeit in Steffenshagen war von sehr positiver menschlicher Erfahrung geprägt. Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Zusammenhalt waren in der kleinen Gemeinschaft keine Fremdworte und wurden tagtäglich gelebt.
Die Erlebnisse dieser Zeit haben sicherlich den Charakter entscheidend geformt und wirken bis zum heutigen Tag nach.

Die militärische Notwendigkeit dieses Wehrdienstes steht auf einem anderen Blatt und wird vom Autor verneint.
Dies vor allem in Anbetracht der Tatsache, daß der radikale Systemwechsel in der DDR 1989/90 vollkommen ohne militärische Aktivitäten vonstatten ging.

Es vergingen viele Jahre bis zum Jahr 2011, ehe Erinnerungen an diese Zeit wieder wach wurden. Ausschlaggebend dafür dürfte die Besichtigung der Bunkeranlagen in Wünsdorf gewesen sein, verbrachte doch der Autor die meiste Zeit in Steffenshagen ebenfalls in einem bunkerartigen Komplex.

Daher reifte der Entschluß, noch einmal an die alte "Wirkungsstätte" zurückzukehren.
Am 30.08. und 29.09.2011 wurden sowohl das sogenannte A- als auch das B-Objekt besichtigt.
Dabei entstanden sehr viele Aufnahmen, welche hier unmöglich alle gezeigt werden können.
Die Auswahl beschränkt sich nur auf einen kleinen Teil.

Bei der ersten Besichtigung lag der Schwerpunkt in der Erkundung des A-Objektes, wobei erst später erfahren wurde, daß der Aufenthalt dort nicht gestattet ist, da das Gelände einem Verein gehört und nicht betreten werden darf.
Die meisten Gebäude befanden sich schon damals in einem sehr schlechten Zustand. Dazu zählt auch die Wohnunterkunft des Autors.
Über das A-Objekt gelangte man ebenfalls in das B-Objekt.
Die erste Besichtigung des B-Objektes hatte zunächst nur das Ziel, den P18-Bunker ausfindig zu machen, was auch gelang.

Die zweite Besichtigung hatte ausschließlich das B-Objekt zum Ziel. Schwerpunkte waren die Erkundung des Bunkerkomplexes des Gefechtsstandes und Raketenstellungen.
Aber auch der P18-Bunker wurde noch einmal ausführlich inspiziert.
Während der Besichtigung waren Wildschweine deutlich zu hören, jedoch nicht zu sehen.

Im Zuge beider Besichtigungen entstand eine Karte, auf der die einzelnen Stationen und der gelaufene Weg eingezeichnet sind. Diese Karte kann über das Menü oder diesen Link angezeigt werden und stellt eine interaktive Karte dar. Sie zeigt die einzelnen Stationen als "point of interest", welche mit der Maus angefahren werden können.
Als kleines "Schmankerl" ist das Foto des Höhenmeßgerätes PRW anzusehen. Es zeigt genau den PRW der FRA 134 am Originalschauplatz, also dem PRW-Hügel des B-Objektes.
Wäre dieses Foto zur damaligen Zeit in die falschen Hände geraten, hätte das sicherlich schwere Konsequenzen nach sich gezogen.


Das Gebiet des B-Objektes wurde 2012 zum Naturschutzgebiet erklärt und darf nicht mehr betreten werden.
Es nistet dort einer von Tausenden von Schwarzstörchen. Der Autor zweifelt die Notwendigkeit dieses NSG heutzutage genauso an, wie vor vielen Jahren die des Wehrdienstes.

FRA134
FRA 134 Steffenshagen
TR301
TR 301 Wollenberg
ZGS14
ZGS14 Fuchsbau
MDI7001
MdI 7001 Freudenberg
Kunersdorf
Fernmeldebunker 448
Kolkwitz
GS-31 / 1. LVD