KC87.21 Eigenentwicklung eines Multifunktionsmoduls

Einzig zum Spaß an der Freude wurde ein Multifunktionsmodul entwickelt, welches mehrere Module bzw. Schaltungen auf einer Platine vereinigt. Der Autor nimmt dabei ausdrücklich nicht für sich in Anspruch, die Schaltungen (weiter-)entwickelt zu haben. Diese wurden freundlicherweise von den jeweiligen Entwicklern veröffentlicht (Heiko Poppe und UIrich Zander) und vom Autor direkt weiterverwendet.
Herausgekommen ist dabei eine einzige Platine, so daß nur ein Steckplatz benötigt wird. Das Layout ist inspiriert vom originalen FD-Controller, jedoch wurde es dahingehend verändert, daß ein Teil des Moduls in ein originales Modulgehäuse paßt und der darüber hinausgehende Teil mehr in die Breite gehend über das Gehäuse hinaussteht. Dieser Teil wird mit einem eigenen Gehäuse versehen.

Das Modul umfaßt folgende Funktionsgruppen.
- 64KB-DRAM
- RTC
- FD-Controller
- USB-Interface

Wertvolle Unterstützung bei der Implementierung des USB-Teiles leistete kingstener, welcher dem Autor geduldig erklärte, wie ein Adressen-Decoder arbeitet, so daß dieser in der Lage war, diesen so modifiziert in die Schaltung zu integrieren, daß die am KC87.21 für die zur Verfügung stehende USB-Software notwendigen Adressen erzeugt werden.
Kingstener und Volker Pohlers halfen auch dabei, den Eprom, welcher in der FDC-Schaltung integriert ist, dahingehend zu programmieren, daß dieser das Terminalprogramm (SDX) zur Ansteuerung des SD-Kartenmoduls als ROM-Version beinhaltet und des weiteren das Programm (RTCDAT) zur Ansteuerung der RTC, ebenfalls als ROM-Version.
Der Autor selbst hat den Bootloader (Urlader) dahingehend modifiziert, daß beim Einschalten des Rechners die RTC ausgelesen und mit deren Werten die Systemuhr gestellt wird. Grundlage dafür ist das Programm "#", welches vom OS automatisch ausgeführt wird. Weiterhin wurde der Startschriftzug etwas modifiziert und farbenfroher gestaltet. Die Bootdatei des CP/M, "@CPMZ9.COM" wurde ebenfalls angepaßt, so daß nach dem Bootvorgang das Programm SUBMIT mit der Parameterdatei INITIAL.SUB aufgerufen wird.

Den kompletten Startvorgang können Sie in diesem Video betrachten und dabei auch sehen, welche Programme und Treiber beim Start des CP/M automatisch aufgerufen bzw. geladen werden.

Zunächst befand sich die Entwicklung in einem erweiterten Prototypstadium. Der DRAM/RTC-Teil und der FDC-Teil (noch ohne USB-Interface) sind zwei getrennte Module, wobei Ersteres in einem Originalgehäuse untergebracht und das Zweite als Aufsteckmodul konzipiert ist.

Schauen Sie sich in diesem Video den Start des Betriebssystems CP/M auf dem Prototyp des Multimoduls an. Bei genauem Hinsehen können Sie auch die Zeitanzeige in der oberen rechten Ecke des Bildschirmes erkennen.

Das endgültige Layout vereint, wie schon geschrieben, beide Bestandteile auf einer einzigen Platine.
Mittlerweile ist die zweite Revision des Multimoduls fertiggestellt und läuft stabil und fehlerfrei. Inspiriert von Kingsteners entwickelten 3D-Druck-Gehäusen für KC87-Module fertigte der Autor für das Gehäuse des Multimoduls ein 3D-Modell auf dessen Basis das Gehäuse gedruckt wurde. Die Qualität ist sehr beeindruckend und es sieht auch "schick" aus.

Das Modul soll keinesfalls in Konkurrenz zu anderen Entwicklungen stehen, die von deutlich besseren Hardwareentwicklern rund um den KC87 ausgedacht und veröffentlicht wurden. Es diente lediglich dazu herauszufinden, was "geht".

Nach fast zweieinhalb Jahren hat der Autor den ROM-Inhalt des Moduls dahingehend erweitert, daß beim Systemstart die aktuelle Uhrzeit automatisch angezeigt wird. Ein Bild zeigt den veränderten Startbildschirm. Leider ist es nicht möglich, vor dem eigentlichen Systemstart die Routine zur Aktualisierung der Zeitanzeige bei Tastendruck einzubinden. Dies muß weiterhin manuell mit einem Kommandoaufruf erfolgen (hier RTC).

KC87.21 original
87.21 - original
Plotter
Plotter XY 4140
Ampelrechner
87.21 - Ampelrechner
Ampelmodell
Ampelmodell
Multimodul
Multimodul
RAF2014
RAM-Floppy RAF2014
GIDE
GIDE-Interface