KC compact - Multitower

Multitower
Multitower - Testbetrieb
SFII - Platine
Multigerät - Prototyp
Multigerät - Gehäuse
BonnyDOS
Bluetooth-Modul
FD-Controller

Der KC compact ist praktisch zu 100% kompatibel zum CPC6128 und dieser wiederum in seiner Spezifikation des Expansionsports zu 100% kompatibel zum CPC464. Damit lassen sich prinzipiell alle Erweiterungsmodule (die allermeisten sind von dk'tronics), welche an diesen beiden CPC verwendet werden können, auch am KCc einsetzen. Zum Teil ist natürlich zum sinnvollen Betrieb die entsprechende Software notwendig.

Daher entstand die Idee, einige nützliche Erweiterungen in einem kompakten Gehäuse unterbringen und dieses am KC compact anzuschließen. Etwa zur gleichen Zeit bot sich die Gelegenheit, ein sogenanntes SymbiFace (in der zweiten Revision) zu erwerben. Diese CPC6128-kompatible Erweiterung ermöglicht den Einsatz von IDE-Massenspeichern (Festplatten, CF- und SD-Karten bei Verwendung entsprechender Adapter). Weiterhin bietet das SFII 512 KB RAM und 512 ROM. Der RAM kann bei der Verwendung von Software, welche diesen ansteuern kann, voll genutzt werden. Der ROM ist gleich dem Mega-Flash-Modul dazu gedacht, sogenannte ROM-Images aufzunehmen und somit Software ohne spezielle Ladevorgänge zur Verfügung zu stellen. Nicht zuletzt befindet sich auf dem SFII eine Real-Time-Clock, welche direkt vom Betriebssystem (SymbOS) eingebunden wird.
Im Multi-Tower befindet sich dieses SF II. An das SF II ist ein CF-Kartenadapter angeschlossen. Ein Zugriff auf die CF-Karte erfolgt vom Betriebssystem SymbOS aus. SymbOS wird in der ROM-Version betrieben. Dazu befindet es sich auf vier ROM-Plätze verteilt auf der ROM-Bank des SF II.
Weiterhin befindet sich im Multi-Tower ein Diskettenlaufwerks-Controller von dk'tronics, welcher im Originalzustand an einen CPC464 angeschlossen wurde, um an diesem Diskettenlaufwerke benutzen zu können. Der Controller wurde so modifiziert, daß zwischen zwei Betriebssystemen umgeschaltet werden kann. Desweiteren erfolgt die Verbindung zum KCc-Bus über einen 50-poligen Pfostenstecker. An den Controller sind zwei Diskettenlaufwerke angeschlossen. Zum einen ein 3-Zoll-Laufwerk (mehr aus Nostalgiegründen) und zum anderen ein 3.5-Zoll-Laufwerk. Dieses Laufwerk liefert ein echtes Ready-Signal, da ansonsten ein Betrieb von SymbOS nicht möglich wäre. Die Anschlußspezifikation zwischen Controller und Laufwerken entspricht dem Shugart-Bus. Die Spannungsversorgung des Controllers erfolgt über die des 3-Zoll-Laufwerkes. Beide Diskettenlaufwerke befinden sich natürlich im Multi-Tower. Deren Zuordnung kann über einen "AB"-Umschalter zwischen "A" und "B" gewechselt werden.
Beide zuvor genannten Modifizierungen wurden durch den Autor anhand entsprechender Beschreibungen selbst vorgenommen. Dabei wurden einige Verbesserungen eingearbeitet.
Die dritte im Multi-Tower eingebaute Erweiterung ist eine RS232-fähige Schnittstellenkarte, der sogenannte CPC-Booster+. Diese Karte wird ebenfalls per 50-poligem Pfostenstecker mit dem KCc-Bus verbunden und ermöglicht die serielle Datenübertragung. Die Daten befinden sich auf einem IBM-kompatiblen Rechner in einem Verzeichnis. Auf diesem Rechner wird in diesem Verzeichnis ein Server-Programm gestartet, welches auf die Anforderungen eines Clients wartet. Das Server-Programm lauscht dabei auf einem COM-Port, an den der Booster angeschlossen ist. Auf dem KC compact läuft das Client-Programm. Dieses Programm bzw. dessen Kommandos sind auf einem ROM-Platz auf dem SF II abgelegt. Die Kommandos arbeiten nach dem RS232-Protokoll und erwarten, daß auf der seriellen Leitung ein Server-Programm lauscht.
Da ein Bluetooth-Modul ebenfalls nach dem RS232-Standard arbeitet (arbeiten kann) lag es nahe, den Booster nicht per Festkabel mit dem PC zu verbinden, sondern per BT-Verbindung. Dazu ist eine geringfügige Modifikation des Boosters notwendig und eine einmalige Konfiguration des BT-Moduls, welches am Booster angeschlossen ist. Die Konfiguration erfolgt über ein Basic-Programm, welches von Tim Riemann entwickelt und frei zur Verfügung gestellt wurde. Am PC wird eine Bluetooth-Verbindung etabliert (ggf. mit Passwort) und danach das Server-Programm auf dem BT-COM-Port gestartet. Anschließend kann die Datenübertragung beginnen. Das Ziel bzw. die Quelle der übertragenen Daten auf dem KCc ist das physische Laufwerk A, d.h. es muß eine Diskette eingelegt sein.

Dieser Multi-Tower ist die zweite Revision. In der ersten Revision befand sich das SF II in einem Protator-Gehäuse (Atari-Festplattengehäuse), welches mehrfach umgestaltet wurde. In der Galerie befinden sich zwei Bilder, welche diese erste Revision zeigen.

KCc - original
KCc - original
KCc - modifiziert
KCc - modifiziert
Multitower
KCc - Multitower
KCc - erweitert
KCc - erweitert